Theatergemeinde
München

Als lebten wir in einem barmherzigenLand

Edmund Telgenkämper und Wiebke Puls / Foto: Maurice Korbel

London, Brexit, kurz vor der Pandemie: Die Lehrerin Anna wird von ihrer Vergangenheit als linke Aktivistin eingeholt. Alte Wunden reißen auf und verdeutlichen, wie unscharf die Grenze zwischen Gut und Böse ist. Eine schauspielerische Ausnahmeleistung von Wiebke Puls und Edmund Telgenkämpfer.

Genre: Schauspiel
Programmlinie: Tiefgang

Schauspielfest und existenzielle Tragik

Thea-Kritikerin Katrin Dillkofer hat die Premiere besucht und berichtet: 
"Wenn Sie ein musikalisches Schauspielfest, Humor und existenzielle Tragik zugleich erleben wollen, kommen Sie bei diesem Theaterabend auf ihre Kosten. Wiebke Puls brilliert als Grundschullehrerin Anna, die sich dem Glauben an das Gute verschrieben hat. Edmund Telgenkämper gibt ihren kongenialen Sparringspartner Buster, der Anna in den 80er Jahren verraten hat. Als verdeckter Polizeispitzel infiltrierte er das aktivistische Clown Orchester, in dem sich die Weltverbesserin Anna engagierte. Buster beichtete damals in einer intimen Situation seine vorgebliche Schlechtigkeit und gewann Annas „Barmherzigkeit“, die sie in ihrem jungen Leben hart errungen hatte. Buster verkörpert das „Rumpelstilzchen“, den Unhold, der Annas lebensnotwendige Hoffnung und ihre heile Seele beschädigt. Die gereifte Anna ist wahnsinnig wütend und möchte Buster stellen, der seinerseits von den Ereignissen nicht loslassen kann. Es kommt zu einem Duell zweier polarisierender Überzeugungen, jeweils im Sinne des Guten zu handeln. Peter Pilcher moderiert das Geschehen mit den wunderschön krächzenden Tönen seines Trautoniums."


Zu einer Premierenkritik der Süddeutschen Zeitung


Zur Stückbeschreibung der Kammerspiele

Münchner Kammerspiele Schauspielhaus

Maximiliansstraße 26-28
80539 München

Mo, 18. Mär 2024
20.00 Uhr
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Mi, 20. Mär 2024
20.00 Uhr
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Thea-Preis: 17–34 €
Regulärer Preis: 20–40 €

Ticket inkl. MVV-Nutzung