Prima Ballerina München, Bayerisches Staatsballett München

Thea fragt

Violetta Keller

Die Münchnerin ist seit der Spielzeit 2025/26 Erste Solistin des Bayerischen Staatsballetts. Davor war sie bereits in dieser Position am Finnischen Nationalballett engagiert. 

Aktuell ist Violtetta Keller im Nationaltheater München zu sehen in der Rolle der Louise in Der Nußknacker.

Was ist das Positive an der Zumutung?
Das Positive an einer Zumutung ist, dass sie uns zwingt, über unsere eigenen Grenzen hinauszuwachsen. Im Ballett erleben wir das täglich: Wir verlangen unserem Körper unglaublich viel ab, stellen uns technischen Herausforderungen und müssen immer wieder mit unseren eigenen Unsicherheiten umgehen. Allerdings braucht eine Zumutung auch einen Sinn. Nur weil etwas schwer ist, bedeutet das nicht, dass es uns automatisch weiterbringt.

Was möchten Sie dem Publikum zumuten und warum?
Ich glaube, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mit ins Theater bringt. Wir sitzen alle im selben Raum und schauen dasselbe Ballett, und trotzdem erlebt jede*r etwas anderes. Wir sehen dasselbe, aber wir fühlen nicht dasselbe.
Vielleicht ist die Zumutung dabei, sich für einen Moment wirklich auf etwas einzulassen und zuzulassen, dass es etwas in einem bewegt. Manchmal begegnet man so auch Gefühlen oder Erinnerungen, mit denen man nicht rechnet. Wir können nicht kontrollieren, was wir in anderen auslösen – wir können nur den Mut haben, etwas anzubieten.

Thea hat Tickets: Der Nussknacker im Nationaltheater am 12., 18., 21., 25., 28. Dezember & 6. Januar

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