Persönlich, ehrlich und ganz nah dran an den Münchner Bühnen: Thea geht für dich in die Premiere und berichtet. Vom Nationaltheater bis zu den Münchner Kammerspielen. Aktuelle Premierenkritiken, die Orientierung geben und Lust auf Theater und Oper in München machen.
Eine Witwe, ihre Mutter, ihre fünf Töchter und fragwürdige Moralvorstellungen in der spanischen Provinz der 1930er Jahre: Regisseurin Rieke Süßkow dokumentiert mit beeindruckenden Bildern am Cuvillièstheater die zerstörerischen Strukturen in einem Frauenhaushalt.
Zur Premierenkritik von Peter Eidenberger
Für die Schulden des Vaters muss die Tochter über die Schamgrenze. Julia Riedler macht die Sache des keuschen Fräuleins zu unser aller Angelegenheit, durch Interaktion und Dialog mit dem Publikum. Ein flirrender Abend an den Münchner Kammerspielen zwischen witziger Improvisation und tiefgehenden Fragen.
Zur Premierenkritik von Peter Eidenberger
Nora Abdel-Maksoud befragt mit ihrem neuen Stück in den Münchner Kammerspielen den Dialog unserer Gesellschaft. Wie diskutieren wir, was darf man sagen, was nicht? Wohin führt die Woke-Debatte? Nach links, nach rechts?
Zur Premierenkritik von Peter Eidenberger
Seit 2024 zeigt der spanische Choreograf Enrique Gasa Valga in München mit seiner Company bildstarke, effektvoll inszenierte und unterhaltsame Tanzrevuen. 2026 gibt es gleich drei Produktionen von ihm am Deutschen Theater zu sehen: Dorian Gray, Der Fall Wagner und Carmen.
Es ist ein Lustspiel, eine Tragödie im Gewand der Komödie: Heinrich von Kleist lässt den Dorfrichter Adam über eine Tat verhandeln, die er selbst begangen hat. Er tut dabei alles, um von der eigenen Schuld abzulenken, und setzt seine Machtposition skrupellos für seine Interessen und Begierden ein. Zu sehen im Residenztheater.
Zur Premierenkritik von Anne Fritsch
Das Bayerische Staatsballett übertrifft sich selbst beim Dreiteiler „Common Ground“. In diesem Ballettabend wird recht rebellisch mit Theaterkonventionen umgegangen. Gerade das macht ihn aber so richtig rund.
Hochstapelei, Geldgier und liebestolle Verwechslungen stehen ganz hoch im Kurs, bei Franz Lehárs Operette Der Graf von Luxemburg - sehr amüsant inszeniert und frisch aktualisiert von Peter Lund am Gärtnerplatztheater München.
Verführung, Schuld, Tod & Erlösung: Gounods Faust konzentriert das Drama Goethes ganz auf die Dreiecksbeziehung Faust, Gretchen alias Marguerite und Mephisto und kleidet es in lyrische, höchst elegante Musik. Das Bayerische Staatsorchester unter Natalie Stutzmann spielt das herrlich klangschön und bei der Premiere brillieren die Sänger*innen, allen voran Jonathan Tetelman (Faust), Kyle Ketelsen (Méphistophélès), Olga Kulchynska (Marguerite).
Nach ihrer umjubelten Mephisto-Inszenierung setzt Regisseurin Jette Steckel ihre Beschäftigung mit Großstadt-Dämonen des 20. Jahrhunderts fort. Der Klassiker von Michail Bulgakow wird mit einem großartigen Ensemble auf die Bühne gebracht, allen voran Thomas Schmauser als Doppelfigur Meister und Bulgakow und Wiebke Puls als Höllenfürst Woland.
Was dem Bösen zum Aufstieg verhilft, ist nicht der oder die eine, die sagt: „Ich verkaufe jetzt meine Seele“. Sondern viele kleine mangelhafte Entscheidungen von durchschnittlichen Leuten. Sehr anschaulich in Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von 1941. Jetzt neu inszeniert am Volkstheater von Christian Stückl.
Zur Premierenkritik von Martin Jost
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