Persönlich, ehrlich und ganz nah dran an den Münchner Bühnen: Thea geht für dich in die Premiere und berichtet. Vom Nationaltheater bis zu den Münchner Kammerspielen. Aktuelle Premierenkritiken, die Orientierung geben und Lust auf Theater und Oper in München machen.
Pflege ist auf den ersten Blick kein heiteres Thema. Aber die Münchner Dramatikerin Raphaela Bardutzky hat dazu ein kluges, wortgewitztes, bereits mehrfach preisgekröntes Stück geschrieben, das Regisseurin Asena Yeşim Lappas mit einem spielfreudigen Trio auf die Bühne des Volkstheaters bringt.
Stoff des Opernklassikers von Alexander Borodin ist eines der gewaltigsten Epen des russischen Mittelalters, das Igorlied. Eine erschreckend aktuelle Geschichte über die Schrecken des Krieges mit kraftvoller, impressiver Musik und den berühmten Polowetzer Tänzen. Für das Münchner Gärtnerplatztheater neu inszeniert von Roland Schwab.
Im Aufdämmern des Nazi-Regimes hat Anna Gmeyner 1932 ein Stück über Männerbündlerei und Machtspiele geschrieben – wobei eine Frau in ein bierseliges Wirtshaus-Biotop einbricht und sich selbst darin behauptet. Elsa-Sophie Jach dreht die feministische Schraube noch ein bisschen weiter.
Zur Premierenkritik von Michael Stadler
Die Inszenierung des Klassikers von Marieluise Fleißer wird in kurzen, rhythmischen Sequenzen erzählt. Der Plot ist simpel: Eine Gruppe Soldaten kommt samt Feldwebel nach Ingolstadt, um eine Brücke zu bauen und bringt das gesellschaftliche Gefüge der Kleinstadt durcheinander. Wer Brecht mag, dem wird diese Inszenierung seiner Zeitgenossin Fleißer gefallen.
Zur Premierenkritik von Melanie Hielscher
Ein Weißwurst-Ufo, der verstorbene Filmcowboy Klaus Lemke und die Suche nach (gescheiterten) Utopien in München – diese und andere Zutaten hat Albert Ostermaier zu einem irrlichternden Zeitreise-Stück verarbeitet. Ersan Mondtag hat die bildgewaltige Uraufführung inszeniert.
Es ist ein Lustspiel, eine Tragödie im Gewand der Komödie: Heinrich von Kleist lässt den Dorfrichter Adam über eine Tat verhandeln, die er selbst begangen hat. Er tut dabei alles, um von der eigenen Schuld abzulenken, und setzt seine Machtposition skrupellos für seine Interessen und Begierden ein. Zu sehen im Residenztheater.
Zur Premierenkritik von Anne Fritsch
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