Persönlich, ehrlich und ganz nah dran an den Münchner Bühnen: Thea geht für dich in die Premiere und berichtet. Vom Nationaltheater bis zu den Münchner Kammerspielen. Aktuelle Premierenkritiken, die Orientierung geben und Lust auf Theater und Oper in München machen.
Ein Weißwurst-Ufo, der verstorbene Filmcowboy Klaus Lemke und die Suche nach (gescheiterten) Utopien in München – diese und andere Zutaten hat Albert Ostermaier zu einem irrlichternden Zeitreise-Stück verarbeitet. Ersan Mondtag hat die bildgewaltige Uraufführung inszeniert.
Die Inszenierung des Klassikers von Marieluise Fleißer wird in kurzen, rhythmischen Sequenzen erzählt. Der Plot ist simpel: Eine Gruppe Soldaten kommt samt Feldwebel nach Ingolstadt, um eine Brücke zu bauen und bringt das gesellschaftliche Gefüge der Kleinstadt durcheinander. Wer Brecht mag, dem wird diese Inszenierung seiner Zeitgenossin Fleißer gefallen.
Zur Premierenkritik von Melanie Hielscher
Amsel und Schnecke (Konstantin Schumann und Nadège Meta Kanku) sind die Erzähler dieses bildstarken, modernen Pinocchios. Für Collodis Klassiker wird an den Münchner Kammerspielen tief in die filmische Trickkiste gelangt, mit Animation und Sound. Dazu gibt Stefan Merki souverän den grummelig-liebevollen Vater Pinocchios (Tosh Basco).
Es ist ein Lustspiel, eine Tragödie im Gewand der Komödie: Heinrich von Kleist lässt den Dorfrichter Adam über eine Tat verhandeln, die er selbst begangen hat. Er tut dabei alles, um von der eigenen Schuld abzulenken, und setzt seine Machtposition skrupellos für seine Interessen und Begierden ein. Zu sehen im Residenztheater.
Zur Premierenkritik von Anne Fritsch
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