Die Romanistin und Literaturwissenschaftlerin ist seit 2016 Geschäftsführerin des Literaturhauses und des Literaturfests München. Sie ist Mitglied vieler Jurys und Gremien, sowie Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und des Chevalier des Arts et des Lettres.
Was ist das Positive an der Zumutung?
Wenn man die KI befragt, ist Zumutung nichts Positives, sondern Frechheit, Unverschämtheit, Dreistigkeit. Ich möchte sie lieber so verstehen: Als Auseinandersetzung mit etwas Unbekanntem, Unbequemen – und das sollte im Idealfall inspirierend, positiv und sogar lustig sein. Das Wort Mut steht in der Mitte, das sollte uns Ansporn sein, gerade in Zeiten, wo so vieles als Zumutung empfunden wird.
Was möchten Sie dem Publikum zumuten und warum?
Ich möchte unserem Publikum zumuten, Menschen zuzuhören. Einander zuzuhören ist ein politischer Akt. Wenn das gelingt, ist viel geschafft. Es ist die erste Voraussetzung für ein gutes Miteinander.
Muten Sie sich manchmal zu viel zu?
Ehrlich gesagt fürchte ich eher, dass ich meinem engsten Umkreis zu viel zumute! Bei der hohen Schlagzahl unserer Veranstaltungen kann das manchmal anstrengend sein. Zum Glück greift jedes Rädchen perfekt ins andere, dafür bin ich sehr dankbar. Für mich ist es wichtig, eine gute Gastgeberin und Chefin zu sein, und da zählt jedes Detail – für unser Publikum, für unsere Gäste und für das Team.
Wann ist „Schluss mit lustig“?
Mich bringt nichts so leicht aus der Fassung.
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Texte, Töne, Comic & Getränke am 26.11.
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