Dunja Bialas, Münchner Filmkritikerin

Thea fragt

Dunja Bialas

Die Filmkritikerin findet, dass Filme ins Kino gehören. Im von ihr geleiteten Filmmagazin artechock.de schreibt sie über Dokumentar- und Spielfilme, über große Festivals und porträtiert die Kinos Münchens.

Die jeden Sommer stattfindenden Filmkunstwochen sind ein Gemeinschaftsprojekt mit Ludwig Sporrer – und ein Herzstück ihrer Arbeit für die Münchner Kinos.

Kinofilme haben keine Pause. Warum?
Bis in die 1960er-Jahre hinein hatten viele Kinofilme eine Pause. Die „Intermission“ war dramaturgisch relevant: Vor ihr gab es einen
Cliffhanger, danach ging es ruhiger weiter. Heute haben selbst überlange Filme oft keine Pause. Der Spannungsbogen der Filme hat sich verdichtet und verträgt keine Unterbrechung.

Die Kinos füllen die Sommerpause der Bühnen mit den Filmkunstwochen. Was ist das Besondere daran?
Der Kinopionier Fritz Falter hatte 1952 die Idee, der Sommerflaute im Verleihangebot mit den Filmkunstwochen zu trotzen. Heute bieten sie den Kinos eine kleine Auszeit vom Druck, ständig neue Titel auf die Leinwand zu bringen.

Eine gut gesetzte Pause ist hohe Kunst. Wann setzen Sie sie ein?
Als Schreibende kenne ich die Bedeutung von Pausen: Sie rhythmisieren, lassen innehalten, sind wirkungsvolle Stille. Punkte setzen Pausen im Wortfluss, Absätze Pausen zwischen den Gedanken. Nach dem letzten Punkt mache dann auch ich eine Pause.

Mit Thea im Sommer ins klimatisierte Kino und sparen! Bei uns kannst du Tickets für die Filmkunstwochen kaufen, die du an einem beliebigen Tag bei allen teilnehmenden Kinos einlösen kannst.

Thea Tickets Filmkunstwochen München: 22. Juli bis 12. August

Das Team des Thea Kulturklubs

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