Performerin Christiane Huber

Thea fragt

Christiane Huber

Die Regisseurin und Performerin studierte am Bard College in New York. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Theater und Bildender Kunst, zudem macht sie Hörspiele für den BR und Filme für die Monacensia.

Im August verwandelt sie das Münchner Michaelibad mit Pool People in einen Kunstort mit Schauspiel und Synchronschwimmen, mit Unterwassermusik und Turmspringen.

Mögen Sie lieber Stücke mit oder ohne Pause?
Wenn ich nicht in einem 10-stündigen Theaterstück sitze, dann bitte keine Pause. Denn wenn ich das Stück mag, möchte ich nicht herausgerissen werden. Und wenn ich es nicht mag, will ich in der Pause nicht darüber reden oder überteuerte Getränke konsumieren.

Haben sie ein Pausenritual im Alltag?
Ich tauche gern den Kopf unter und ziehe Bahnen im Schwimmbad. Das hört sich ein bisschen nach Selbstoptimierung an, aber da kann ich tatsächlich mega gut abschalten. 

Erholen Sie sich eher durch Nichtstun oder durch Aktivität? 
Ich habe mal ein Projekt über das Nichtstun gemacht, weil ich das selbst nicht gut kann. Wir haben damals Leute in eine Galerie eingeladen, wo sie sich eine Stunde Nichtstun buchen konnten. Ich selbst erhole ich mich, wenn ich mir nichts vornehme oder plane für den Tag. Das kann dann trotzdem eine spontane Aktivität oder eine kurzfristige Verabredung werden. Der Terminkalender bleibt aber leer.

Pool People: 1.–15. August, Michaelibad

Das Team des Thea Kulturklubs

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