Regisseur und Intendant des Staatstheaters Augsburg

Thea fragt

André Bücker

Der Regisseur ist seit 2018 Intendant des Staatstheaters Augsburg. Davor war er bereits Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau, das unter seiner Leitung mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert André Bücker sich für zahlreiche Projekte und soziale Einrichtungen und ist Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität.

Was ist das Positive an der Zumutung?
Die Zumutung zwingt uns zu einer Reflektion des eigenen Standpunkts. Sie ermöglicht es, dass wir uns mit anderen Haltungen auseinandersetzen – und genau das wollen wir ja auch am Theater erreichen. Nicht unbedingt über Provokationen, sondern eher in dem Sinne, dass man vom gewohnten Pfad abweicht und eine andere Perspektive als Vorschlag anbietet.

Muten Sie sich manchmal zu viel zu?
Ja, natürlich! Aber ich glaube, ein gewisses Grenzgängertum und eine Neigung, sich mit Blick auf das Kunstwerk, das man schaffen will, zu viel zuzumuten, gehören am Theater einfach dazu.

Wann ist „Schluss mit lustig“?
Schluss mit lustig ist bei mir, wenn ich schwierigen, antidemokratischen oder ausgrenzenden politischen Haltungen begegne. Oder auch, wenn ich an Kulturkürzungen nach dem Rasenmäherprinzip denke – die ja oft mit einer gewissen politischen Agenda einhergehen.

Thea hat Tickets für Der Zauberer von Oz am 13. Dezember & für weitere Stücke am das Staatstheater Augsburg

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