Ein Lehrer zwischen Anpassung und Gewissen: Nach dem Mord an einem Schüler entscheidet er sich im Gerichtsprozess für die Wahrheit – und verliert alles. Horváths Roman über Macht, Gehorsam und Empathie trifft den Nerv einer digital geprägten Gegenwart.
„Wenn kein Charakter mehr geduldet wird, sondern nur der Gehorsam, geht die Wahrheit, und die Lüge kommt.“, so lautet ein Satz aus Ödön von Horváths Roman Jugend ohne Gott. Im Buch geht es um eine Schulklasse, die ihrem Lehrer den Krieg erklärt. Zwischen Leistungsdruck, Gefühlskälte und blindem Gehorsam wächst das Misstrauen auf beiden Seiten. Als in einem Trainingslager ein Schüler ermordet wird, entscheidet sich der Lehrer im Gerichtsprozess für die Wahrheit – und bezahlt dafür mit seiner Existenz.
Ödön von Horváths Roman erzählt von einer Gesellschaft, in der Empathie schwindet und Wahrheit zur Bedrohung wird. Horváth schrieb sich mit damit im aufkeimenden Nationalsozialismus ins Exil. Regisseurin Felicitas Brucker übersetzt seine Fragen nun in eindringliche Bilder und macht Horváths Klassiker zu einem beklemmenden Spiegel der Gegenwart. -mh-
Regie
Felicitas Brucker
Schauspieler*innen
Elias Krischke, Jelena Kuljić, Thomas Schmauser, Maren Solty, Martin Weigel
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximilianstraße 26-28
80539 München
Di, 20. Okt 2026, 20.00 Uhr
Thea-Preis: 25,50-45,90 €
Junges Publikum: 12,00 €
Du sparst bis zu 15%*
Karten erhältlich bis 09.10.2026
oder solange der Vorrat reicht.
Sa, 31. Okt 2026, 20.00 Uhr
Thea-Preis: 25,50-45,90 €
Junges Publikum: 12,00 €
Du sparst bis zu 15%*
Karten erhältlich bis 21.10.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Inkl. MVV-Ticket
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