Mit Bye Bye Lolita gibt Residenztheater-Schauspielerin Lea Ruckpaul Nabokovs Klassiker eine ganz neue Perspektive. Die Geschichte des sexuellen Missbrauchs erzählt sie erstmals aus der Sicht der erwachsenen Dolores Haze – schonungslos vulgär und radikal ehrlich.
Vladimir Nabokovs Lolita ist zum Mythos geworden. Losgelöst vom kontroversen Roman von 1955 steht der Begriff heute für ein frühreifes, sexuell anziehendes Mädchen – obwohl Lolita im Roman selbst ein Missbrauchsopfer ist. Nur wurde das beim Lesen nicht so deutlich, was an Nabokovs sprachlicher Ästhetisierung des Missbrauchsgeschehens lag.
In ihrem Debütroman Bye Bye Lolita setzt Schauspielerin Lea Ruckpaul (Der zerbrochne Krug) dem Literaturklassiker nun einen radikalen Perspektivwechsel entgegen. Sie lässt die inzwischen erwachsene Lolita alias Dolores im Tagebuch ihres Vergewaltigers und Stiefvaters ihre eigene Geschichte erzählen. In drastischer, oftmals vulgärer Sprache schildert sie darin den Missbrauch, ihre widersprüchlichen Gefühle und ihren Kampf um Selbstbestimmung. So wird das traumatisierte Kind sichtbar, das hinter Nabokovs verklärter Erzählweise lange verborgen blieb.
Die Uraufführung im Cuvilliéstheater inszeniert Resi-Hausregisseurin Nora Schlocker, die mit Lea Ruckpaul bereits zu Prima Facie zusammengearbeitet hat.
Premiere 01. Oktober 2026
Regie
Nora Schlocker
Schauspieler*innen
Felicia Chin-Malenski
Naffie Janha
Katja Jung
Hanna Scheibe
Lisa Stiegler
Cuvilliéstheater
Residenzstraße 1
80333 München
Sa, 03. Okt 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 29,70-42,90 €
Du sparst bis zu 18%*
Karten erhältlich bis 25.09.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Inkl. MVV-Ticket
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
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