Wie klingt Einsamkeit? Bas Wiegers leitet das MKO und Sopranistin Sarah Aristidou durch ein Programm über Identität und Herkunft. Mit Werken von Vivier, Czernowin, Debussy und Haydn werden existentielle Gefühle des Nicht-dazu-Gehörens musikalisch erlebbar.
Welche Spuren hat das Gefühl des Außen-vor-Seins in der klassischen Musik hinterlassen? Dieser Frage geht das Münchener Kammerorchester nach.Gemeinsam mit der gefeierten Sopranistin Sarah Aristidou präsentiert es die moderne Solokantate Lonely Child, die der franko-kanadische Komponist Claude Vivier drei Jahre vor seinem gewaltsamen Tod schuf. Und für die er eine Fantasiesprache der Heimatlosigkeit erfand, die die französisch-zypriotische Sängerin mit dem Erfahrungsschatz ihrer eigenen doppelten Herkunft auflädt.
Vom irrlichternden Schweben zwischen verschiedenen Welten kündet das Werk Birds der israelischen Komponistin Chaya Czernowin. Es entstand 1984 als radikaler Gegenentwurf zur Naturmystik eines Claude Debussy und wurde bisher in Deutschland noch nie gespielt. Mit den kroatischen Volksweisen aus der 102. Sinfonie, die Joseph Haydn im burgenländischen Grenzgebiet schuf, endet das Konzertprogramm.
Programm
Claude Debussy/Henri Busser, Petite Suite für Orchester
Claude Vivier, Lonely Child für Sopran und Kammerorchester
Chaya Czernowin, Birds für Streichorchester - Deutsche Erstaufführung
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 102 B-Dur, Hob I : 102
Mitwirkende
Sarah Aristidou, Sopran
Münchener Kammerorchester
Bas Wiegers, Dirigent
Zur Konzertbeschreibung des MKO
Mehr über Sopranistin Sarah Aristidou
Prinzregententheater
Prinzregentenplatz 12
81675 München
Do, 12. Nov 2026, 20.00 Uhr
Thea-Preis: 33,30-68,40 €
Du sparst bis zu 10%*
Karten erhältlich bis 05.11.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
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