Die Reise nach Reims, Gärtnerplatztheater München

Oper/OperetteGute Zeit

Die Reise nach Reims

Rossinis funkelndes Opernjuwel! Die Reise nach Reims im Staatstheater am Gärtnerplatz

Diese Oper ist ein Sonderling: Ohne wesentliche Handlung, dafür mit zehn Hauptrollen und jeder Menge Satire und Ironie. Eine ziemlich verrückte Typenkomödie mit hochvirtuosen Arien, in der eine illustre Gesellschaft aus Adeligen, Künstlerinnen und Exzentrikern aus ganz Europa auf der Fahrt zur Königskrönung im Hotel Zur Goldenen Lilie hängenbleibt.

Premierenkritik: Die Reise nach Reims

Thea-Redakteurin Simone Lutz hat sich bei der Premiere amüsiert:

Viel Applaus für eine typische Gärtnerplatzproduktion. Hier wird in die Vollen gegriffen: Die Sänger*innen zeigen sich von ihrer besten Seite. Das Orchester spielt federleicht und mit Witz. Statisterie & Chor brillieren mit aufwändiger Bewegungschoreografie in einem Setting zwischen Kreuzfahrt, Sanatorium und Hotellobby. Und die Regie spart nicht mit Slapstick und Überzeichnung.

Da lebt Corinna, die Künstlerin, im Harfenkoffer mit dem Aufkleber „Zerbrechlich“ und die Comtesse Folleville trägt ihren winzigen Hut im monströsen Koffer herum. Alles Unsinn also? Nicht so ganz, denn was auch gezeichnet wird, ist ein Portrait Europas und seiner Nationen. Und die bekommen ihr Fett weg: Der Deutsche schleppt Beethoven-Partituren herum und will allen die Tonart vorschreiben, der Franzose versucht jede Frau zu verführen und der Engländer kennt nur ein Lied: God save the King.

Die Stereotype purzeln musikalisch-munter nur so durch den Raum. Und das ist sehr vergnüglich! Europa: Ein Narrenschiff. Letzteres hätte die Regie nicht so ernst nehmen müssen, denn in der zweiten Hälfte wird das Hotel zur Anstalt. Warum hier auch noch Wärter mit Gewehren herumfuchteln, erschließt sich nicht. Alles verschwindet jedoch hinter dem phantastischen musikalischen Abschluss der Oper mit den Hymnen der Nationen.

Musikalische Leitung
Enrico Lombardi

Inszenierung
Dirk Schmeding

Bühne
Robert Schweer

Choreografie
Kerstin Rinz

Dramaturgie
Michael Alexander Rinz

Zur Stückbeschreibung des Gärtnerplatztheaters

Zur Kritik von BR Klassik

Zur Kritik der Neuen Musikzeitung

Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatz 3
80469 München

2 Stunden 45 Minuten
Eine Pause

Do, 05. Nov 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 28,90-68,90 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets2

Karten erhältlich bis 26.10.2026
oder solange der Vorrat reicht.

Fr, 04. Dez 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 45,10-78,20 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets31

Karten erhältlich bis 24.11.2026
oder solange der Vorrat reicht.

Fr, 18. Dez 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 32,30-78,20 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets30

Karten erhältlich bis 08.12.2026
oder solange der Vorrat reicht.

Mo, 28. Dez 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 68,00-78,20 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets8

Karten erhältlich bis 18.12.2026
oder solange der Vorrat reicht.

* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis

Ticket inkl. MVV-Nutzung
Empfohlen ab 12 Jahren

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