Ein Junge schlägt dem anderen die Vorderzähne aus, die Eltern wollen sich gütlich einigen. Doch das Treffen, welches so harmlos beginnt, gerät immer mehr zur verbalen Schlammschlacht. Die Abgründe des Bürgertums tun sich auf – in dieser Inszenierung ganz im bayerischen Dialekt.
Erstmals kommt Yasmina Rezas Gesellschaftssatire in einer bayerischen Interpretation auf die Bühne. Übersetzt hat den Text der Schauspieler Sebastian Edtbauer. In dem Kammerspiel, das Roman Polanski 2011 mit Kate Winslet und Christoph Waltz verfilmt hat, kochen die Emotionen nach anfänglichen Höflichkeitsfloskeln so richtig hoch. Keiner möchte die Verantwortung tragen. Und im Streit zwischen den beiden Elternpaaren werden manch ungeahnte Krisen ans Tageslicht befördert.
Der bayerische Dialekt gibt dem Ganzen eine zusätzliche Rauheit. Gebannt wartet man darauf, was bzw. wer als nächstes eskaliert. "Ich glaube an den Gott des Gemetzels, der seit Anbeginn der Zeiten unverändert regiert," sagt die Figur des Alain im Stück. Anders ist es auch in der bayerischen Version nicht. Dem Titel wird auf der Bühne alle Ehre gemacht. Eine bitterböse Komödie mit Scharfsinn! -mh/kk-
Pasinger Fabrik
August-Exter-Strasse 1
81245 München
1 Stunde 30 Minuten
Sa, 17. Okt 2026, 20.00 Uhr
Thea-Preis: 30,00 €
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Karten erhältlich bis 09.10.2026
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