Regisseur Adrian Figueroa widmet sich in seiner Inszenierung für das Münchner Volkstheater einem lange vergessenen Text, der aktueller denn je scheint. Welche Verantwortung trägt jede*r Einzelne und welche die Gesellschaft? Diese Fragen stellt der Psychothriller von Maria Lazar auf unbequeme Weise.
Mehr Zivilcourage
Seit einigen Jahren erlebt die österreichische Autorin Maria Lazar auf den Bühnen ein Revival. Lange Zeit galten ihre provokanten Werke als vergessen, inzwischen werden sie für ihre Klarheit gefeiert. Der blinde Passagier entstand im Jahr 1938/39 während ihrer Zeit im Exil in Dänemark.
Die Ausgangslage hat fast 100 Jahre später nichts an politischer Brisanz eingebüßt: Ein dänisches Paketboot tritt von der deutschen Küste die Heimreise an. An Bord: ein blinder Passagier, den der Kapitänssohn Carl aus dem kalten Wasser gerettet hat. Der jüdische Arzt war auf der Flucht vor den Nazis und hofft auf Asyl in Dänemark. Doch damit beginnen die Gewissenskonflikte der Crew. Kann man dem Fremden überhaupt trauen? Was passiert an der dänischen Grenze? Und wie viel sollte man selbst riskieren, um ihm zu helfen? -bf/sl-
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
80337 München
Fr, 12. Jun 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 30,00-34,50 €
Du sparst bis zu 19%*
Karten erhältlich bis 05.06.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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