Triple Bill: Das Bayerische Staatsballett übertrifft sich selbst beim Dreiteiler „Common Ground“. Die Choreografien „Cacti“ von Alexander Ekman, „Impasse“ von Johan Inger und „Bella Figura“ von Jiří Kylián machen Eins schnell klar: Solche „wilden Kerle“ braucht das zeitgenössische Ballett!
Tanzkritikerin Vesna Mlakar hat die Premiere besucht:
Im Ballettabend „Common Ground“ wird recht rebellisch mit Theaterkonventionen umgegangen. Gerade das macht diesen Dreiteiler aber so richtig rund.
Es war höchste Zeit, dass Arbeiten der schwedischen Choreografen Alexander Ekman (*1984) und Johan Inger (*1967) auch im Münchner Nationaltheater präsentiert werden. Denn beide zählen zu den führenden, weil unkonventionellen Vertretern des zeitgenössischen Balletts. Im Dreiteiler „Common Ground“ sind mit dem Klassiker der Moderne Jiří Kylián (*1947) Werke von ganz unterschiedlichen Künstlergenerationen zu erleben.
Was alle drei eint, ist die gemeinsame prägende Vergangenheit beim Nederlands Dans Theater NDT – „Common Ground“ eben. Schubladendenken und zwanghafte Suche nach Bedeutung nimmt zu Beginn Ekmans „Cacti“ aufs Korn – stark ironisch unterfüttert. Technisch messerscharf bringen das Carollina Bastos und Osiel Gouneo exzellent auf den Punkt. In einem sich ständig verändernden Miteinander stellt Inger danach in „Impasse“ das Prinzip Hoffnung auf den Prüfstand. Und Kyliáns „Bella Figura“ wird in München mit seiner akkurat-eleganten, barocken, menschliche Verletzlichkeit und Schönheit widerspiegelnden Ästhetik besser denn je interpretiert.
Zur Stückbeschreibung des Nationaltheaters
Nationaltheater
Max-Joseph-Platz 2
München
2 Stunden 10 Minuten
Do, 04. Jun 2026, 18.00 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
So, 07. Jun 2026, 18.00 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV
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