Christiane Mudra & das Team von investigative theater gehen den Ideologien des Silicon Valley auf den Grund
Fünf Performer*innen zeigen Linien im Jungle der Technikverehrung auf: Von den italienischen Futuristen zu den Tech-Feudalisten von heute, von Tolkins Herr der Ringe zur Eroberung des Weltalls. Erzählt wird von den ersten Programmiererinnen, von nationalen Christen und rechten Edgelords. Im Zentrum steht die Frage: Welche Zukunftsvisionen prägen das Denken derer, die unsere Technologien entwerfen?
Autorin und Regisseurin Christiane Mudra hat ihr investigative theater vor mehr als 10 Jahren ins Leben gerufen und damit auch gleich eine eigene Theaterform begründet. Journalistische Langzeitrecherche, die sich vor allem auf Originalquellen stützt und auch unbekannte Fakten aufdeckt, steht hinter dem Begriff. Tatsächlich ist Mudra die Theaterkönigin der Recherche und der unbequemen Wahrheiten. Der NSU Prozess, Ausbeutung im deutschen Niedriglohnsektor oder Gewalt gegen Frauen sind ihre Themen. Frappierend dabei ist, wie gut "Mudra versteht, ihre Recherchen in Theatersprache zu übersetzen." (SZ) In freiheit.exe hat sie sich die Menschebilder und Zukunftsvisionen der Techgiganten vorgenommen. Das klingt oft wie ein Daueramoklauf von Durchgeknallten - man denke nur an Elon Musk im Weißen Haus. Aber: Ist das Gedankengut und die Technologie, die es befeuert, nicht längt bei uns angekommen? -sl-
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