Hausregisseur Jan-Christoph Gockel verwandelt die Kammerspiele in einen Ort des sinnlichen Verstehens von waffenführender Gewalt. Mit Samuel Koch als gebrochenem Kriegsfürst Wallenstein und Katharina Bach als sein Intimfreund Illo.
Thea-Autorin Dr. Ursula Wiest war von der Premiere stark beeindruckt:
Es brutzelt. Es duftet. Wann immer Annette Paulmann als Oktavio Piccolomini in der voll funktionsfähigen Bühnenküche die Edelstahlkelle schwingt. Denn: Krieg ist Kochen. Kochen ist Krieg. Einst. Jetzt. Immer und überall. Anno 1637: In der Feldküche vom Heerlager des Oberbefehlsführers Albrecht von Wallenstein. Wo, entfesselt gespielt von den Ensemble-Frauen, junge Freiwillige zu fanatisierten Berufssoldaten heranreifen. Von 2014 bis 2023: Im Imperium des russischen Oligarchen Jewgeni Prigoschin, dessen Weg vom Großküchenchef zum paramilitärischen Söldnerführer die Inszenierung als Enthüllungsstory nachzeichnet. Dazu: Samuel Koch, der den Kampf mit den Nöten seines querschnittgelähmten Körpers in die Bühnenerzählung einbringt. Und Katharina Bachs radikale, mutige, einfach atemberaubende Darstellung testosterongesteuerter Kriegslüsternheit. Ein Ereignis!
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximilianstraße 26-28
80539 München
7 Stunden
Drei Pausen
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Inkl. MVV-Ticket
Eigene Verpflegung für die 3 Pausen (2x25 Min., 1x1 Std.) darf mitgenommen werden, im Innenhof gibt es u.a. auch einen Hot Dog-Stand.
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