Luigi Boccherini ließ die Gattung Streichquintett aufblühen, Giuseppe Verdi steht für die italienische Oper und gönnte sich mit seinem einzigen Streichquartett einen reizvollen Abstecher in die Kammermusik. Johannes Brahms führt mit seinem Streichquintett die Tradition Beethovens und Schuberts weiter.
Italienisch oder Deutsch?
Auf einem sonnigen Platz im idyllischen Lucca sitzt er ganz entspannt auf seinem Sockel: Luigi Boccherini, das Cello im Arm, in Bronze verewigt. Das Denkmal ehrt den Komponisten, der mit seinen über 100 Streichquintetten diese Gattung entscheidend prägte. Boccherini liebte die feinen Zwischentöne, die zarten Klangfarben, den eleganten höfischen Stil: dolce, amoroso, espressivo. Ganz anders Giuseppe Verdi. Sein Revier war die Opernbühne, nicht der Salon. Sein einziges Streichquartett entstand während den Proben zu Aida – als charmante Nebenbeschäftigung. Und natürlich trägt das Werk opernhafte Züge.
Neben den beiden Italienern der aus Hamburg stammende Johannes Brahms mit seinem Streichquintett. Klingt es Deutsch? Vielleicht. Aber wer genau hinhört, entdeckt in Brahms’ kraftvoll-dichtem Werk auch schwungvolle Walzerseligkeit aus Wien und ungarisches Feuer. -cm/bf-
Programm
Luigi Boccherini: Streichquintett C-Dur, op. 62/1
Giuseppe Verdi: Streichquartett e-Moll
Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur, op. 111
Mitwirkende
Emiko Yuasa, Viola
Korbinian Altenberger, Violine
Stephan Hoever, Violine
Mathias Schessl, Viola
Jan Mischlich, Violoncello
Max-Joseph-Saal - Bayerischer Rundfunk
Residenzstraße 1
80333 München
Sa, 27. Jun 2026, 20.00 Uhr
Thea-Preis: 15,30-20,70 €
Du sparst bis zu 10%*
Karten erhältlich bis 10.06.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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