Bruckners 4. Sinfonie, gennant Die Romantische, ist mit Hornrufen, Vogelzwitschern, Tanzweisen eine Liebeserklärung an die ländliche Idylle. Schumanns Cellokonzert dagegen eine Hommage an seine Frau Clara. Eine „verrückte Musik“, die zunächst kein Cellist spielen wollte. Im Konzert widmet sich die junge Kokoro Ryu dem anspruchsvollen Werk.
Romantisches für den Frühling
Gegen die „Schwäche der Zeit“, erklärte Anton Bruckner einmal, wolle er die Kraft seiner Musik im Zusammenhang mit seiner 4. Symphonie setzen. „Die Romantische“, wie der Komponist selbst titelte, ist neben der Siebten die beliebteste Symphonie des vor 201 Jahren geborenen Österreichers. Sie steht im Mittelpunkt des traditionellen Frühjahrskonzerts der Jungen Münchner Symphoniker. Mit Beschreibungen wie „Sonnenaufgang über einer mittelalterlichen Stadt“, „Eine Jagd“ oder „Ein Volksfest“ versuchte Bruckner, seinen Zeitgenossen die Komposition am Übergang zur Spätromanik zu erklären. Es war der Durchbruch für ihn und ist schon deshalb ein angemessen monumentaler Gruß an den Frühling im Mai. Dazu gibt es Robert Schumanns Cellokonzert, ein herausfordernders Werk, das gerade im letzte Satz mit schnelle Läufe und große Sprünge der Solistin einiges abverlangt.-hej/mh-
Programm:
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 4
Robert Schumann: Cellokonzert / Solistin: Kokoro Ryu
Herkulessaal, Residenz
Residenzstraße 1
80333 München
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