Geboren als Staatenloser in Paris, aufgewachsen in Deutschland als Sohn von Überlebenden der Shoa. Sehr persönlich erzählt Michael Friedmann in Fremd seine Geschichte. Der gefeierte Soloabend mit Katharina Bach bringt das mit minimalen Mitteln und maximaler Schauspielkunst auf die Bühne.
Kulturjournalisitin Sibylle Steinkohl war sehr ergriffen vom Spiel der Hauptdarstellerin:
Ausnahmeschauspielerin Katharina Bach (u.a. Nora) macht aus dem Lebens-Buch von Michel Friedman, einer Art Gedicht in 54 Kapiteln, ergreifendes, fulminantes Theater. Sie braucht nur zwei Scheinwerfer und eine Kiste, die als Podest dient, auch als Last oder Grab, um die Geschichte eines Kindes entstehen zu lassen, die so beginnt: „Ich wurde auf einem Friedhof geboren.“ Friedman, das Kind, ist der Sohn eines jüdischen Paares aus Krakau, das dank Oskar Schindler dem Tod im KZ entkam. Was es heißt, mit diesen Traumata aufzuwachsen und was es bedeutet, stets fremd zu bleiben, ohne Pass, und nirgendwo anzukommen, lässt uns die Schauspielerin mit ihren Worten und ihrem Körper erleben. Ein notwendiger Abend, den Bach unbedingt auf die Bühne bringen wollte. Es ist ein großartiger Abend geworden.
Zur Premierenkritik des Münchner Merkur
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximilianstraße 26-28
80539 München
1 Stunde 45 Minuten
Ohne Pause
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