Die aus Tiflis stammende Schriftstellerin und Theaterregisseurin Nino Haratischwili entwirft in ihrem Roman ein historisches Panorama über eine georgische Unternehmerfamilie. Die Bühnenfassung des gewaltigen Epos macht die Schicksale von sechs Generationen fühlbar.
Es beginnt im Jahr 1900 mit der Geburt von Stasia. Die gut situierte Tochter eines Schokoladenfabrikanten gerät in die Wirren der russischen Oktober-Revolution. Auch die nächsten Leben, die in "Das achte Leben" geschildert werden, bleiben von der Weltgeschichte bedroht: Vom Stalinismus und dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges spannen der Roman wie auch die Theaterfassung von Regisseur Jochen Schölch den großen Bogen über eine gewalttätige Epoche, die in den Leben der Menschen tiefe Spuren hinterließ. Ohne viel Bühnenzauber, aber mit überwältigender Schauspielkunst erschafft die hoch intensive Inszenierung einen ganzen Kosmos für ein Publikum mit Gespür sowohl für individuelle Schicksale als auch die ganz große Perspektive auf die Geschichte. -hej/kk-
Metropoltheater
Floriansmühlstraße 5
80939 München
3 Stunden 40 Minuten
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