Jean Genet schrieb vor, die Rollen der drei Frauen mit Männern zu besetzen. Das wurde nur selten umgesetzt. Doch im Volkstheater folgt man dem Dramatiker, dessen Stücke selten so gut gelaunt wirkten. Unter einer mehr komischen als tragischen Oberfläche lauern menschliche Abgründe.
Die Uraufführung 1947 in Paris fiel durch, und doch sind „Die Zofen“ längst Klassiker der Moderne. In der Inszenierung von Lucia Bihler haben die beiden Hausmädchen sogar das Zeug, Kult zu werden. Claire (Jakob Immervoll) und Solange (Lukas Darnstädt) spielen die Gnädige Frau, wenn sie außer Haus ist, in deren eleganter Garderobe und auch die Demütigungen und Kränkungen, die ihnen die Chefin zufügt. Die spektakulär silbrig glänzende Bühne mit Showtreppe und Pferdchenkarussell (Jessica Rockstroh) ist ein Rummelplatz von Aufstand und Unterwerfung, Herablassung und Unterdrückung. Doch bevor ein Mordplan reift, zeigt Silas Breiding als die Gnädige Frau, die bei Lucia Bihler gerne ein Schlagerdiva wäre, eine beeindruckend souveräne Showeinlage.
Das Team der Zofen im Gespräch:
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
80337 München
1 Stunde 50 Minuten
Ohne Pause
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