Georgien von 1900 bis 2007: ein Jahrhundert, eine Familie, sechs Generationen, die Sowjetunion, politische Umstürze. Das achte Leben ist die Familienchronik der Jaschis, die ihre Figuren in all ihrer Zerrissenheit und schicksalhaften Verwobenheit mit der politischen Geschichte erzählt. Den Roman der georgischen Autorin Nino Haratischwili hat Jochen Schölch für die Bühne bearbeitet.
Überwältigende Schauspielkunst
Es beginnt im Jahr 1900 mit der Geburt von Stasia. Die gut situierte Tochter eines Schokoladenfabrikanten gerät in die Wirren der russischen Oktober-Revolution. Auch die nächsten Leben, die in "Das achte Leben" geschildert werden, bleiben von der Weltgeschichte bedroht: Vom Stalinismus und dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges spannen der Roman der in Tiflis geborenen Autorin Nino Haratischwili wie auch die Theaterfassung von Regisseur Jochen Schölch den großen Bogen über eine gewalttätige Epoche, die in den Leben der Menschen tiefe Spuren hinterließ. Ohne viel Bühnenzauber, aber mit überwältigender Schauspielkunst erschafft die hoch intensive Inszenierung einen ganzen Kosmos für ein Publikum mit Gespür sowohl für individuelle Schicksale als auch die ganz große Perspektive auf die Geschichte. -hej/kk-
Metropoltheater
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