Dvořáks rätselhaftes Wasserwesen bekommt eine Herkunftsgeschichte, die erklärt, weshalb es trotz größter Opfer keinen Zugang zur Menschenwelt findet. Das funktioniert auch 13 Jahre nach der damaligen Aufreger-Premiere, inszeniert von Martin Kušej, erstaunlich gut.
Dr. Ursula Wiest vom Thea-Servicetelefon war schon mal dabei:
Ballett- und Opernfreunde wissen: wenn Naturgeister und Sterbliche sich ineinander verlieben, geht das in den seltensten Fällen gut aus. Denn, die betörende Energie von Luftgeist und Meerjungfrau ist mit der irdischen Gefühlswelt von Landadeligen oder Prinzen auf Dauer nicht vereinbar. Münchens seit 2010 immer wieder neu aufgenommene Rusalka ist da nicht anders, liefert jedoch eine schlüssige Begründung für das Fiasko der Emotionen: die Nixe ist, zusammen mit ihren Geschwistern, das Missbrauchsopfer ihres Wassermann-Vaters, familiär also schwer traumatisiert. Deshalb kann sie sich Menschen stimmlich nicht mitteilen und irrt stolpernd unter ihnen umher. Wenn sie im warmweißen Licht einer Design-Kugelleuchte ihr sehnsuchtsvolles „Lied an den Mond“ anstimmt, ist Gänsehaut garantiert.
Zur Stückbeschreibung der Staatsoper
Nationaltheater
Max-Joseph-Platz 2
München
3 Stunden 20 Minuten
Eine Pause
Sa, 25. Jul 2026, 18.00 Uhr
Thea-Preis: 12-112 €
Du sparst bis zu 15%*
Karten erhältlich bis 26.06.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inklusive MVV-Nutzung
Empfohlen ab 16 Jahren
In tschechischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.
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