Katrin Lindner

Thea fragt

Katrin Lindner

Die Nürnbergerin ist Regisseurin, Autorin und Dozentin. Nach journalistischer Tätigkeit folgten Uraufführungen, Stückentwicklungen sowie zahlreiche Einladungen zu Festivals

In München führte sie an den Kammerspielen bei dem umjubelten Soloabend Fremd Regie. Jetzt bringt sie im Zentraltheater mit Die Wand ein weiteres Solo auf die Bühne.

Welcher zeitlose Klassiker hat Sie beeindruckt?

Ich bin großer Fan von Henrik Ibsen, besonders natürlich von Nora. Eine Frau verlässt ihren Mann und bricht aus der Puppenwelt aus, in der sie nur funktionieren muss – 1879 war das revolutionär. In Nordeuropa erhielten die Frauen auch schon etwas früher das Wahlrecht, in Deutschland erst 1918. Es fasziniert mich, wie lange Figuren überdauern können. Sie sind für mich alle Ratgeber im Sinne ihrer Geschichte.

Gibt es einen geschichtsträchtigen Gegenstand, der Sie begleitet?
Letztlich ist für mich jedes Buch, das bei mir im Schrank steht, auf eine Art geschichtsträchtig. Ich kann mich erinnern, wo und warum ich es gekauft oder geschenkt bekommen habe. Und das erinnert mich an die Situation, in der ich war – ob am Strand in Spanien, nach einem Umzug oder im Nachtzug nach Venedig. Jede Geschichte hat für mich ihren Moment in meiner Geschichte.

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