Willkommen, bienvenue, welcome im Cabaret! Exzessive Partys, wilde Nächte – dafür ist Berlin Anfang der 30er-Jahre bekannt. Im Kit Kat Club trifft Lebenskünstlerin Sally auf den Schriftsteller Clifford, der sich direkt in sie verliebt. Doch das Leben der beiden wird schnell von der politischen Realität eingeholt.
Thea Redakteurin Melanie Hielscher hat die Premiere besucht:
Anfangs ist die Stimmung auf der Bühne noch unbeschwert, oberflächlich betrachtet zumindest. Der Conférencier des Kit Kat Clubs (erstklassig gespielt von Vincent Glander) gibt eine Einführung ins Geschehen. Kurz darauf stolpert Tänzerin Sally Bowles (fantastisch gesungen & getanzt von Vassilissa Reznikoff) in das Pensionszimmer des jungen Amerikaners Clifford Bradshaw (Thomas Hauser). Der ist begeistert vom Berlin der 1930er-Jahre, der Lebenslust im Kit Kat Club, der Dekadenz und der damit verbundenen Inspiration für ihn als Autor.
Doch von Anfang an sieht man Clifford auch als alten Mann (Michael Goldberg), der seine Naivität von damals hinterfragt. Denn als Clifford nach Berlin einreiste, lernte er an der Grenze Ernst Ludwig (Vincent zu Linden) kennen, den er schnell für einen neugewonnenen Freund hält, der Clifford aber lediglich ausnutzt und für seine nationalsozialistischen Partei einspannt. Nach der Pause wird es besonders düster, auch im Bühnenbild. Es schneit, die Figuren erstarren zu unbeweglichen Standbildern. Ein kleiner Junge in NS-Uniform taucht auf. Das Publikum wird gefragt, was jede*r Einzelne tun würde? Sich der rechten Gewalt entgegenstellen, unterwerfen oder fliehen? Die Pole-Dance-Stange dreht sich weiter, aber die Frage bleibt. Zu Recht.
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Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
80539 München
Eine Pause
Do, 15. Jan 2026, 19.30 Uhr
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Do, 22. Jan 2026, 19.30 Uhr
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So, 01. Feb 2026, 16.00 Uhr
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Sa, 07. Feb 2026, 19.30 Uhr
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Sa, 21. Feb 2026, 19.30 Uhr
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Fr, 27. Feb 2026, 19.30 Uhr
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