Nach ihrer umjubelten Mephisto-Inszenierung setzt Regisseurin Jette Steckel ihre Beschäftigung mit Großstadt-Dämonen des 20. Jahrhunderts fort. Der Klassiker von Michail Bulgakow wird mit einem großartigen Ensemble auf die Bühne gebracht, allen voran Thomas Schmauser als Doppelfigur Meister und Bulgakow und Wiebke Puls als Höllenfürst Woland.
Kulturjournalist Peter Eidenberger hat die Premiere besucht:
Michail Bulgakows Roman Meister und Margarita, unter Stalin geschrieben, erst 1966 erschienen, ein überbordender, rauschhafter Trip: weil der Teufel ins Moskauer Leben eingreift und mit übersinnlichen Mitteln alles Mögliche geschehen, verschwinden oder fliegen lässt. Also greift auch Regisseurin Jette Steckel raumsprengend in die Vollen: auf der Bühne mit den hängenden Kettengliedern, im Zuschauerraum oder (dank Live-Kamera) auf der Straße oder im Hotel Vier Jahreszeiten. Wiebke Puls als lässiger Satan in Nadelstreifen singt Sympathy for the devil und hypnotisiert das Publikum, Thomas Schmauser berührt als Doppelfigur Meister/Bulgakow in seiner Schriftsteller-Existenz, Linda Pöppels Margarita tanzt über die Maximiliansstraße. Ein Abend mit vielen Ideen, nachdenklich bis witzig, und manchmal auch etwas gewollt.
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximiliansstraße 26-28
80539 München
3 Stunden 50 Minuten
Eine Pause
Sa, 04. Apr 2026, 19.00 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
Mo, 13. Apr 2026, 19.00 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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