Im Aufdämmern des Nazi-Regimes hat Anna Gmeyner 1932 ein Stück über Männerbündlerei und Machtspiele geschrieben – wobei eine Frau in ein bierseliges Wirtshaus-Biotop einbricht und sich selbst darin behauptet. Elsa-Sophie Jach dreht die feministische Schraube noch ein bisschen weiter.
Das sagt Michael Stadler, freier Journalist, über die Inszenierung:
Sie möchte ins Wasser gehen, die junge Eva, aber sie wird von Herrn Adam gerettet. Die Namen klingen biblisch, aber was Anna Gmeyner in ihrem Stück Automatenbüfett von 1932 erzählt, weist eher auf eine Realität hin, in der die Nazis bald einbrechen werden. Einen Männerbund gibt es in dem automatisierten, in Bettina Pommers Bühnenbild schräg stehenden Wirtshaus der Frau Adam. Widerborstig zeigen sich die Mitglieder des Amateurfischer-Vereins, als Herr Adam einen innovativen Vorschlag macht, aber sie haben nicht mit der Verführungskraft Evas gerechnet. Die wird von Anna Drexler auf wunderbar leuchtende, widerständige Art verkörpert. Elsa-Sophie Jach sampelt noch andere Texte von Anna Gmeyner in das Stück, dreht die feministische Schraube weiter, was packend ist, auch dank des famosen Ensembles.
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