Was dem Bösen zum Aufstieg verhilft, ist nicht der oder die eine, die sagt: „Ich verkaufe jetzt meine Seele“. Sondern viele kleine mangelhafte Entscheidungen von durchschnittlichen Leuten. Sehr anschaulich in Bertolt Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von 1941. Jetzt neu inszeniert am Volkstheater von Christian Stückl.
Kulturjournalist Martin Jost hat die Premiere besucht:
Hier ist es vor allem der angesehene Politiker Dogsborough (Pascal Fligg), der sich erst nicht viel denkt und dann zu viel darüber nachdenkt, wie er sein Gesicht wahrt. Und schon ist er erpressbar für den Gangster Arturo Ui (Anton Nürnberg).
Den Gangster-Thriller im Chicago der 1930er-Jahre hat Brecht als genaue Parabel auf den Aufstieg der Nazis in Deutschland angelegt. In Christian Stückls Inszenierung ist Chicago ein Restaurant in lila Art Déco mit dicken Tischdecken, das es auf der Drehbühne gleich dreimal gibt.
Arturo Ui ist die Hauptperson, aber der Abend im Volkstheater interessiert sich auch sehr für die Figuren, die seinen Aufstieg nicht aufhalten – allen voran Dogsborough, den Pascal Fligg mit Charisma herausragend zeichnet. Vordergründig ein Krimi, aber eigentlich eine schreckliche Warnung: „Sowas hat schon mal die Welt regiert.“
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
80337 München
Eine Pause
Do, 02. Apr 2026, 19.30 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
Sa, 04. Apr 2026, 19.30 Uhr
Thea-Tickets ausverkauft
Mi, 03. Jun 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 30,00-34,50 €
Du sparst bis zu 19%*
Karten erhältlich bis 27.05.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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