Ein Weißwurst-Ufo, der verstorbene Filmcowboy Klaus Lemke und die Suche nach (gescheiterten) Utopien in München – diese und andere Zutaten hat Albert Ostermaier zu einem irrlichternden Zeitreise-Stück verarbeitet. Ersan Mondtag hat die bildgewaltige Uraufführung inszeniert.
Das sagt Michael Stadler, freier Journalist, über die Inszenierung:
Brigitte Hobmeier spielt die verstorbene Münchner Filmikone Klaus Lemke – allein das ist schon ein Coup dieser Inszenierung, die zudem als erste Anziehungspunkte ein tolles, wandelbares Bühnenbild, ein Weißwurst-Ufo und eine von DJ Hell und Beni Brachtel komponierte Musik zu bieten hat. In Gedenken an Lemke hat Albert Ostermaier Munich Machine geschrieben, wobei der todkranke Lemke bei ihm zum Fremdenführer wird, der eine nach Utopien suchende Außerirdische durch die Geschichte Münchens führt. Im Schelling-Salon trifft Bertolt Brecht auf Hitler; Franz Josef Strauß, Donna Summer, Freddie Mercury und viele andere treten auf. Ersan Mondtag erfindet tolle Theaterbilder, und wenngleich die drei Stunden mitunter auch anstrengen – es ist eine erhellende Zeitreise mit glänzenden Schauspielmomenten.
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Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
80539 München
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