La Traviata, Gärtnerplatztheater München

Oper/OperetteKlassiker

La traviata

Isabel Ostermann inszeniert Verdis Oper um die Kurtisane Violetta neu, ab 12

Dass der Sohn tatsächlich aus Liebe mit der vogelfreien Kurtisane Violetta zusammenlebt, das ist der angesehenen Familie von Alfredo so gar nicht recht. Ohne es zu wollen, stürzt Alfredos Vater das Liebespaar in tiefes Unglück. Und Violettas Tuberkulose tut ihr Übriges - in der neuen Inszenierung des Klassikers La traviata am Münchner Gärtnerplatztheater.

Premierenkritik: Verdis La Traviata am Gärtnerplatztheater

Thea-Redakteurin Simone Lutz hat die Premiere für uns besucht:

„Wir erzählen alle Zeiten“ war erklärte Absicht von Regisseurin Isabell Ostermann bei ihrer Inszenierung von Verdis Opern-Hit La traviata. Dementsprechend ist die tragische Liebesgeschichte um die Kurtisane Violetta und ihren Geliebten Alfredo ein rechtes – allerdings nicht störendes - Zeitendurcheinander. Anfangs rascheln die Reifröcke, dann gibt es eine Violetta in Hosen und danach Party in den 1920ern. Ansonsten hält einen die erste Hälfte des Abends merkwürdig auf Abstand, obwohl Jennifer O’Loughlin als Violetta gesanglich brilliert, ebenso wie Matteo Ivan Rašić als Hals über Kopf verliebter Alfredo, und Matija Meić als sein Vater – beide phantastisch!

Recht steif ist das Fest im ersten Akt, nichts ist zu sehen von „in den Strudeln der Lust untergehen“. Das Partytier nimmt man dieser Violetta nicht wirklich ab, ohne Exzess kommt die Figur direkt im Heimatfilm des 2. Aktes an, inklusive Bambi im Hintergrund, heiratswilligem Geliebten und Picknickdecke. Eine Idylle, die nicht lange währt. Liebe, Verzweiflung, weibliche Opferbereitschaft – das wird toll gesungen und funktioniert hier fast zu gut. Aus dem ironischen Seitenhieb auf die Wiederkehr traditioneller Rollenbilder wird nahezu eine Bestätigung, da das Gegengewicht fehlt. Highlight des Abends ist dagegen die Sterbeszene. Jennifer O’Loughlin glänzt mit absolut hinreißenden und wahrhaft ergreifenden Pianissimo-Tönen – das könnte man ewig hören!

Komponist
Giuseppe Verdi

Musik
Rubén Dubrovsky / Michael Balke / Anne Hinrichsen / Benjamin Reiners

Regie 
Isabel Ostermann

Bühne 
Stephan von Wedel

Kostüm 
Alfred Mayerhofer

Zur Stückbeschreibung des Gärtnerplatztheaters

Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatz 3
80469 München

2 Stunden 45 Minuten
Eine Pause

So, 20. Sep 2026, 18.00 Uhr
Thea-Preis: 32,30-78,20 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets12

Karten erhältlich bis 10.09.2026
oder solange der Vorrat reicht.

Fr, 02. Okt 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 32,30-78,20 €
Du sparst bis zu 15%*

Tickets34

Karten erhältlich bis 22.09.2026
oder solange der Vorrat reicht.

* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis

Ticket inkl. MVV-Nutzung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Empfohlen an 12 Jahren

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