Mit schwäbischen Bauernschwänken zwischen Singspiel und Politsatire rocken Maxi Schafroth und seine Freunde das große Haus der Kammerspiele. Toll dazu: Die anmutigen Dreigesänge der Perlseer Dirndl und der Reiwas-Heimatsound.
Thea-Autorin Dr. Ursula Wiest hat bei der Premiere viel gelacht
Er tanzt. Er singt. Er wirft sich lustvoll in allgäuerische Schimpftiraden. Maxi Schafroth ist als Burnout gefährdeter Traditionslandwirt im brandroten Funktions-Overall vor Spielfreude kaum zu halten. Aber auch Stefan Merki, der als sensibler eidgenössischer Biobauer sein Seelenheil am Gedeihen eines monströsen Öko-Kürbis festmacht, sorgt für Heiterkeit im Publikum. Besonders Theater-Affine dürften sich über das Wiedersehen mit Fassbinder-Star Traute Hoess und deren Performance der unangenehm dominierenden Weiblichkeit einer schwäbischen Großgrundbesitzerin freuen. Während Elias Krischke als sing-säuselnder Großstadt-Softie mit seinem Frauenschwarm-Image kokettiert. Martin Weigel beeindruckt als radfahrender Vertreter von Baywa-Produkten. Und alle miteinander reißen das Publikum zum Mitsingen beim Ackerbau-Abschiedssong „Optimiere dich“ hin. A Mordsgaudi! Haidenai!
Münchner Kammerspiele Schauspielhaus
Maximilianstraße 26-28
80539 München
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