Markus Tordik

Oper/OperetteTiefgang

Fürst Igor

Neuinszenierung: Borodins Opernklassiker über die Schrecken des Krieges, ab 16

Stoff des Opernklassikers von Alexander Borodin ist eines der gewaltigsten Epen des russischen Mittelalters, das Igorlied. Eine erschreckend aktuelle Geschichte über die Schrecken des Krieges mit kraftvoller, impressiver Musik und den berühmten Polowetzer Tänzen. Für das Münchner Gärtnerplatztheater neu inszeniert von Roland Schwab.

Musikkritiker Klaus Kalchschmid hat für Thea die Premiere besucht:

18 Jahre hat Alexander Borodin an Fürst Igor komponiert und ihn doch nicht vollenden können. Seine Kollegen Nicolai Rimsky-Korsakov und Alexander Glasunow haben das getan. Dabei war Borodin, der pazifistische Feingeist und Chemiker im Hauptberuf, auch eigentlich eine „Fehlbesetzung“ für dieses Drama, in dem Fürst Igor immer wieder gegen die Polowetzer in den Krieg zieht, während zuhause der Schwager erotische Orgien feiert. Regisseur Roland Schwab zeigt letzteres durchaus drastisch und thematisiert auch die Werkgenese in seiner Inszenierung für das Gärtnerplatztheater. Er lässt die drei Komponisten auftreten und rund um einen Flügel agieren, an dem Borodin den Freunden oft seine Ouvertüre vorgespielt hat, die nun Glasunow aus der Erinnerung aufschreibt. Schwab setzt so Fürst Igor in den großbürgerlichen Salon Borodins, der sich öffnen kann und am Ende von Bomben zerstört ist. Da braucht es keine Aktualisierung mehr, außer dass zwei aktuelle Augenzeugenberichte aus Cherson und Charkiw auf den Gazevorhang projiziert werden. Es wird großartig auf Russisch gesungen, unter anderem vom ebenso warm wie machtvoll singenden Matija Meić in der Titelpartie und Oksana Sekerina als seiner Frau Jaroslawna. Auch das Orchester vermag unter Rubén Dubrovsky subtil und farbenreich zu agieren, nicht zuletzt in den berühmten Polowetzer Tänzen, von Karl Alfred Schreiner effektvoll choreografiert.


Zur Veranstaltungsbeschreibung des Gärtnerplatztheaters

Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatz 3
80469 München

2 Stunden 45 Minuten
Eine Pause

So, 22. Mär 2026, 18.00 Uhr
Thea-Preis: 28,90-68,90 €
Du sparst bis zu 15%*

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Karten erhältlich bis 12.03.2026
oder solange der Vorrat reicht.

* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis

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