Frei nach Horváths Glaube Liebe Hoffnung geht es in dieser Uraufführung um aktuelle Zukunftsängste
Autor und Regisseur Bonn Parks Fortschreibung von Ödön van Horváths Glaube Liebe Hoffnung beschäftigt sich mit unseren ambivalenten Gefühlen im Bezug auf Kriege, KI und Klimawandel.
Fortschreibung des Dramas von Horváth mit Robotern als Hoffnungstragenden
Der deutsch-koreanische Theaterautor Bonn Park inszeniert ein verspielt-futuristisches Danach für Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth. Mit Elektro-Pop-Künstler Dagobert als KI-Wesen, das sich mit sanften Balladen in die Herzen singt.
Thea-Autorin Dr. Ursula Wiest hat die Premiere gesehen:
Es rattert. Es surrt. Die Schaltknöpfe auf wild verkabelten Armaturentischen blinken. Wer von der Ästhetik klassischer James-Bond-Filme geprägt wurde, wird diese Inszenierung lieben. Denn, um zu beweisen, dass Roboter einfühlsam handeln, nutzen Bonn Park und sein Regieteam das Retro-Flair einstiger Zeiten. Sie holen das anatomische Institut, das Ödön von Horváth für Glaube Liebe Hoffnung als Schreckensort schuf, aus der Versenkung. Und machen daraus einen analog gesteuerten Schutzraum in einer unbewohnbar gewordenen Außenwelt. Hierher kann sich Horváths sozial gescheiterte Heldin Elisabeth flüchten. Hier kann sie nach der effektvoll inszenierten Entnahme ihrer inneren Organe als heiteres Maschinenwesen neu entstehen. Und ihren Platz zwischen skurrilen Mensch-Tier-Plastinaten finden, während Dagobert Jäger als Engels-Roboter Pop-Schnulzen singt. Eine herrlich verschrobene Zukunfts-Fantasie!
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
80337 München
Ohne Pause
Sa, 21. Mär 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 30,00-34,50 €
Du sparst bis zu 19%*
Karten erhältlich bis 16.03.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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