Der Brandner Kaspar ist zurück! Riesenapplaus für das Wiedersehen mit dem „odrahtn“ Alten, der den Tod austrickst und am Ende doch in den Himmel will, in der Fassung von Franz Xaver Kroetz, der stimmigen Inszenierung von Philipp Stölzl und mit berührenden Darsteller*innen.
Kulturjournalistin Sibylle Steinkohl hat das bayerisches Kultstück für Thea besucht:
Alle wollen lang leben. Da ist der Brandner Kaspar, die bayerische Variante der Konfrontation mit dem Tod, keine Ausnahme. Der Boan(d)lkramer (ursprünglich Günther Maria Halmer) öffnet ein großes Votivbild und wir blicken auf ein Gebirge mit Gipfelkreuz, wo der alte Mann später mit seinem Gott hadert, auf Kaspars Stube, in der er mit Kirschgeist und Kartentricks dem Tod weitere Lebensjahre abluchst, und auf die rosa Wolken des Himmels. Kroetz hat der Kobell-Novelle von 1871 eine Brandner-Tochter, ein „Flitscherl“, hinzugefügt und die Geschichte in hintersinnigem Bairisch dramatisiert: „Hoam moge aa nimma, is koana mehr und wo koana is, is ned dahoam.“ Regisseur Stölzl vertraut dem Märchen und den Musikantinnen, deren Dreigesang die Ereignisse mit Augenzwinkern begleitet. Wenn das nicht Kult wird …
Zum Nachruf von Günther Maria Halmer
Residenztheater
Max-Joseph-Platz 1
80539 München
Ohne Pause
Fr, 05. Jun 2026, 19.30 Uhr
Thea-Preis: 38,80-52,80 €
Du sparst bis zu 17%*
Karten erhältlich bis 29.05.2026
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV-Nutzung
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