Theatergemeinde
München

Jeeps

Jeeps in den Kammerspielen

In Deutschland werden bis zu 400 Milliarden Euro im Jahr vererbt. Was wäre, wenn dieses Geld radikal umverteilt würde? Jeeps katapultiert vier Figuren in das Szenario einer Erbrechtsreform – und damit mitten in einen leidenschaftlichen Schlagabtausch und persönlichen Zwiespalt. Wie verhalten sich die gesellschaftlich behauptete Leistungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zur tatsächlichen sozialen Ungleichheit? Wie navigieren wir zwischen den eigenen solidarischen Prinzipien und unseren liebgewonnenen finanziellen Sicherheiten?

Genre: Schauspiel
Programmlinie: Angesagt

Thea-Mitglied Ariane von Seefranz hat das Stück gesehen:

"Diese beißende Realsatire übers Erben, über Hartz 4 und eine übermächtige Bürokratie ist treffsicher bis zur Kenntlichkeit. Eine furiose Karacho-Komödie voll sprachwitziger Pointen trotz ernstem Kern. Der sozialkritische Brandsatz - 400 Milliarden werden jährlich vererbt, jedes fünfte Kind ist arm - zündet im kalten Neonlicht eines grünlichen Jobcenters, in dessen Drehtüren die vier hinreißenden Akteure immer wieder genretypisch festklemmen. Alle Erbschaften sind vom Staat konfisziert worden. Per Lotteriezettel kann jeder eine neue losen. Die Reichen, die in der spätkapitalistischen Neiddebatte eben noch ihre Privilegien runter rechneten, paniken jetzt in Verarmungspose. Der zynischen bis durchgedrehten Bürokratie ausgeliefert sind auch die arbeitslosen 'Opferwürste', die sich von Billigsemmeln am Leben halten. 'Geld ist immer mit Scham besetzt, egal ob man zu wenig hat oder zu viel.' Das ist klug, bitterböse und amüsant. Großer Beifall, unbedingt anschauen!"

Münchner Kammerspiele Schauspielhaus

Maximiliansstraße 26-28
80539 München

Schade, zu spät! Alle Thea-Tickets sind bereits vergriffen.
1 Stunde 30 Minuten

Ticket inklusive MVV-Nutzung



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