Ganz großes Kino ist dieses Konzert, das drei Chöre, ein Sinfonieorchester, zwei Gesangstars, Soloklarinette und Stardirigent aufbietet. Im Mittelpunkt: Henzes Oratorium Das Floß der Medusa. Seine Uraufführung 1968 fand nicht statt. Stattdessen wurde in der aufgeheizten politischen Stimmung der Saal geräumt - es war einer der größten Kunstskandale der Bundesrepublik.
Skandalstück
Ein phantastisches und absolut theatrales Werk ist Henzes Floß der Medusa. Es beruht auf der wahren Geschichte der französischen Fregatte, die 1816 auf dem Weg zum Senegal auf Grund lief. Während sich die Offiziere in Boote retteten, wurde das "gemeine Volk" - 150 Männer, Frauen und Kinder - auf ein Floß verfrachtet. Nur 15 Überlebende gab es. Die anderen wurden Opfer von Hunger, Wassermangel oder Kannibalismus. Hans Werner Henze leiht in seinem Oratorium den Toten eine Stimme - und was für eine. Es singen der Chor des BR und des WDR, der Tölzer Knabenchor, die Sopranistin Anna Prohaska und Tenor Georg Nigl, und zu all dem kommt ein sehr groß besetztes Orchester. Musikalisch wuchtig, opulent, erschütternd - und bis heute politisch brisant. Neben Henzes Jahrhundertwerk ist eine Uraufführung der Österreicherin Olga Neuwirth mit Klarinettist Jörg Widmann zu erleben. -sl/mh-
Gasteig HP8, Isarphilharmonie
Hans-Preißinger-Straße 8
81379 München
Sa, 07. Feb 2026, 19.00 Uhr
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Ticket inkl MVV
Konzerteinführung: 17.45 Uhr
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