Seit Jahrzehnten fesselt Dirigent Zubin Mehta das Publikum mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz. In diesem Konzert der Münchner Philharmoniker vereint er zwei klingende Vermächtnisse der Musikgeschichte – Mozarts letztes Solokonzert und Bruckners letzte Symphonie.
Zwei späte Meisterwerke
Der Wiener Hofklarinettist Anton Stadler hatte eine Idee: Er entwickelte eine neue Klarinette mit einem nach unten erweiterten Tonumfang. Dadurch wurde der Klang dunkler, wärmer und geschmeidiger. Wolfgang Amadeus Mozart war davon so begeistert, dass er für Stadler und das neue Instrument sein einziges Klarinettenkonzert (sein letztes Solokonzert) komponierte. Ein Glücksfall für die Musikgeschichte: Denn so verdanken wir ihm einen der schönsten Adagio-Sätze überhaupt.
Anton Bruckner rang bis zuletzt mit seiner Neunten. Der Überlieferung nach arbeitete er noch an seinem Todestag an der Partitur – und doch konnte er das Werk nicht abschließen. Aber wie bei Schuberts Unvollendeter fehlt nichts, auch wenn es nur drei statt der üblichen vier Sätze sind. Die Neunte ist Bruckners letztes Meisterwerk, sein symphonisches Vermächtnis. Der tiefgläubige Komponist widmete sie dem lieben Gott – darunter ging es für ihn nicht. -cm/bf-
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll
Mitwirkende
Zubin Mehta, Dirigent
Alexandra Gruber, Klarinette
Gasteig HP8, Isarphilharmonie
Hans-Preißinger-Straße 8
81379 München
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