Schillers dramatisches Plädoyer für Freiheit hat für Christian Stückl nichts an Aktualität eingebüßt
Privates und Politisches ergeben in Schillers Don Karlos eine tödliche Mischung. Intrigen, Inquisition, Vater und Sohn, Aufklärung und Despotismus und ja auch Liebe sind die tödliche Melange dieses Endgames. Hausherr Christian Stückl inszeniert das weitgehend werktreu, in die Gegenwart trifft er dennoch.
Theaterkritiker Mathias Hejny hat die Premiere besucht:
Vor fast 240 Jahren träumte Schiller noch von einem freien Europa, wie es jetzt erreicht zu sein scheint. Die neuen Gefahren für die Freiheit werden in Christian Stückls Inszenierung nicht ausgesprochen, schwingen aber in der texttreuen Aufführung immer mit. Der Intendant erklärt in einem Interview mit der hauseigenen Zeitschrift des Volkstheaters, am liebsten hätte er den zentralen Satz „Geben Sie Gedankenfreiheit“ gestrichen. Aber das Streitgespräch zwischen dem spanischen König Philipp II. und dem Marquis von Posa ist auch in seiner Inszenierung das Herzstück von Friedrich Schillers „dramatischen Gedichts“ geblieben. Aus der Rivalität des Königs mit seinem Sohn, dem Thronfolger Don Karlos, die beide die gleiche Frau lieben, entwickelt Stückl ganz texttreu die Debatte über das Ende überkommener autoritärer Herrschaft und die Zukunft einer freiheitlichen Gesellschaft.
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