Mozarts Oper ist immer ein Publikumsliebling, eben die „Oper aller Opern“
In München wird Mozarts Don Giovanni von Regisseur David Hermann umgedeutet. Der Mörder, Lüstling und Verführer wird hier von fremden Mächten gelenkt. Zur Hölle muss er trotzdem fahren und gesungen wird herrlich.
Kritiker Klaus Kalchschmid war für Thea bei der Premiere:
Aus einer kleinen Textzeile im Opern-Libretto wird ein zentraler Regieeinfall: David Hermann zeigt Don Giovanni hier als einen Besessenen - und das im ganz wörtlichen Sinne. Denn die Göttin der Unterwelt Proserpina, wandelt auf Erden und schlüpft in den Frauenhelden. Bedeutet das, dass er keine Verantwortung für seine Übergriffigkeit mehr trägt? Was bringt dieser Regieeinfall, wenn er nicht konsequent weitergeführt wird? Originell und virtuos ist allerdings das Bühnenbild: Schmucker Sichtbeton, der dank raffinierter Klappmechanismen und beweglicher Objekte zum Schlafzimmer, zum Standesamt, zum Esszimmer wird. Und als Giovanni in die Hölle fährt, schießen effektvoll aus der Unterbühne vulkanische Flammen hervor. Gesungen wird der Wüstling von Konstantin Krimmel, der mit seinem schönen, lyrischen Bariton fein parliert – erotisch ja, nur das Dämonische bleibt etwas auf der Strecke. Ein Highlight der Premiere ist auch Vera-Lotte Boecker als leidenschaftliche, tief verletzte Donna Anna. Überhaupt: Sängerisch ist dieser Don Giovanni an der Staatsoper überzeugend!
Bitte beachten: Die Besetzung der Premiere kann von der aktuellen abweichen
Nationaltheater
Max-Joseph-Platz 2
München
3 Stunden 45 Minuten
Eine Pause
Do, 22. Jan 2026, 19.00 Uhr
Thea-Preis: 13,00-138,50 €
Du sparst bis zu 13%*
Karten erhältlich bis 22.12.2025
oder solange der Vorrat reicht.
* Thea-Tickets gegenüber Normalpreis
Ticket inkl. MVV
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