Foto: Wilfried Hösl

Oper/OperetteTiefgang

Die Passagierin

Oper von Mieczyslaw Weinberg inszeniert von Tobias Kratzer mit Vladimir Jurowski am Pult, ab 16

„Die Passagierin“ ist voll von wunderschöner, anrührender Musik, hinter der das Grauen lauert. Niemals vergessen ist der Kern der Oper, die das Verleugnen der NS-Täter thematisiert. Klug inszeniert, phantastisch gesungen und gespielt trifft das Werk ins Schwarze der Gegenwart.

Das vielleicht wichtigste Werk der Saison

„Die Passagierin“ des Komponisten Mieczyslaw Weinberg ist eine Oper gegen das Vergessen, die mitten hinein in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte führt. 1960: Auf einem Ozendampfer mit Kurs auf Südamerika meint Lisa, ehemals KZ-Aufseherin, in einer Passagierin Martha wiederzuerkennen, eines ihrer Opfer in Ausschwitz. Die Konfrontation mit der Vergangenheit wird unausweichlich, das Leben an Bord vermischt sich mit Erinnerungen ans Lager. Regisseur Tobias Kratzer verzichtet klugerweise auf SS-Uniformen, Häftlingskleidung, Lagerbaracken – alles spielt an Bord des Schiffes. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft mit ihrem Verdrängen und Verleugnen wird so szenisch entlarft. Gleichzeitig wird den Opfern eine Stimme gegeben. Und was für eine! Elena Tsallagova als Marta ist atemberaubend ergreifend, ebenso wie die Musik von Weinberg. -sl/mh-

 

Zur Stückbeschreibung des Nationaltheaters

Nationaltheater
Max-Joseph-Platz 2
München

2 Stunden 30 Minuten
1

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