Mit Die Nashörner von Eugène Ionesco transportiert die junge Regisseurin und Musikerin Anna Marboe einen Klassiker des Absurden Theaters aus den Fünfzigern ins poppige Heute: mit knalliger Ästhetik und großer Spiellust, inklusive gekonnt performter Choreografien und KI-generierter Musik.
Das sagt Michael Stadler, freier Journalist und Theaterkritiker der Abendzeitung, über die Inszenierung:
Schlicht sieht sie aus, die weiße Hausfront auf der Bühne des Volkstheaters. Die Farbe Grün dominiert den umgebenden Raum, knallig sind die Kostüme. Von wegen angestaubter Klassiker des Absurden Theaters! Eugène Ionesco erzählt in „Die Nashörner“ von einer Stadt, deren Bewohner sich nach und nach in die titelgebenden Dickhäuter verwandeln. Nur einer nicht: der Bürohengst Behringer (herrlich träge: Maximiliane Haß). Anstatt zu rebellieren, verzettelt er sich mit den anderen in Detailfragen. Verführerisch-narkotisierend klingt zudem die teilweise mit KI generierte Musik, zu der alle tanzen. Einen bitterkomischen Kommentar zu heutigen Massenbewegungen liefern Anna Marboe und ihr rasant aufspielendes Ensemble mit diesem Abend und werfen die Frage auf: Wieso schauen wir nur zu und begehren nicht auf?
Zur Stückbeschreibung des Münchner Volkstheaters
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
80337 München
Ohne Pause
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